Warum du unbedingt eine Corporate Identity brauchst

Jeder Mensch ist anders.

Es geht bei den inneren Werten los und hört beim Äußeren auf. Selbst eineiige Zwillinge haben immer Unterschiede.

Und genauso ist es bei Marken.

Jeder ist – beziehungsweise sollte – individuell sein.

Das Auftreten muss zur Zielgruppe passen. Es fängt bei der Kundensprache an und hört beim Design der Website auf.

Und das ist der knackende Punkt, der den Besucher zum Kunden macht.

Was ist eine Corporate Identity?

Die Corporate Identity einer Marke beschreibt das Auftreten in der Öffentlichkeit, das verhalten innerhalb der Firma und die Firmenpolitik.

Es geht im Grunde darum, welches Gefühl eine Marke seinem Kunden vermitteln möchte.

Das Ziel ist immer, dass eine Corporate Identity die Marke menschlich wirken lässt. Der Kunde muss merken, dass er wahr genommen wird, seine Probleme gelöst werden und die Marke perfekt für ihn ist.

Wichtig für die Umsetzung einer Corporate Identitiy ist, dass man seine Zielgruppe kennt und Mehrwert liefern kann.

Die zwei größten Bausteine dafür sind das Corporate Design und die Corporate Communication.

Corporate Design

Beim Corporate Design geht es darum, das Motto , welches das Problem der Zielgruppe löst, dem Besucher über das Design zu vermitteln.

Dabei ist vorallem die Markenfarbe ein wichtiger Bestandteil.

Die Farbe einer Marke vermittelt bestimmte Gefühle und ruft Erinnerungen hoch. Es ist also wichtig beim Erstellen einer Marke sich für eine Markenfarbe zu entscheiden und sie konsequent im Design zu nutzen.

Auf dieser Website ist es Grün. Und ich nutze die Farbe konsequent auf allen Seiten, Social Media Auftritten, Rechnungen oder auch Mousepads. Einfach überall wo etwas in Verbindung mit meiner Marke gebracht werden kann, versuche ich die Farbe zu integrieren.

Zu dieser Markenfarbe ist das Design der (Web-)Auftritte besonders wichtig. Es müssen also alle Kommunikationsmittel im Corporate Design sein.

Marken möchten meistens modern wirken und die Zielgruppe einfangen. Klar, man will ja Kunden gewinnen.

Und dafür muss die Website höchst modern, den neuesten Standards entsprechen und die Zielgruppe ansprechen.

Es geht bereits beim responsive Design (Website passt sich automatisch der Größe des Endgeräts an) los. Denn wenn ein Besucher die Website auf seinem Smartphone aufruft und die Website nur für den Desktop optimiet ist, denkt der Besucher sich:

Was ist das denn? Die Marke passt sich seinen Kunden ja überhaupt nicht an.

Zack. Direkt ist ein negativer Gedanke zur Marke im Unterbewusstsein weggespeichert – und der ist schwer wieder wegzubekommen.

Aber der Auftritt muss nicht nur modern sein. Er muss persönlich und auch menschlich sein.

Je nach Zielgruppe muss eine persönliche Kundenberatung gegeben sein. Ist deine Kontakt-Seite komplett schlicht und ohne Emotionen gestaltet?

Das musst du schleunigst ändern!

Hast du ein großes Team, dass die Kontaktanfragen beantwortet?

Dann füg‘ doch ein Gruppenbild auf der Support/Kontakt-Seite ein und vermittel dem Besucher, dass jede Anfrage individuell und mit Freude beantwortet wird. Der Besucher steht im Mittelpunkt. Und dadurch wird er zum (glücklichen) Kunden.

Selbst Apple hat Personen auf der Support-Seite abgelichtet. Und: die Personen auf dem Foto tragen T-Shirts mit der „Markenfarbe“ bzw. eher dem Logo.

Das Design der Website von Apple ist schlicht und einfach gehalten. Das hebt a) die Einfachheit der Apple-Produkte vor, die Apple bewerben möchte und b) die Exklusivität.

Wie macht man ein Corporate Design?

Ein Corporate Design spiegelt die Marke wieder.

Und die Marke muss zur Zielgruppe passen.

Also ist das Design auf die Zielgruppe abgestimmt. 🙂

Eine gute Vorbereitung für den Aufbau eines Corporate Designs läuft so ab:

1. Suche dir eine Markenfarbe

Farben sagen viel mehr als man denkt. Das zeigt auch ganz klar mein Artikel über Markenfarben – und die Kommentare.

Überlege dir also eine Farbe, die du für deine Marke angebracht findest und zur Zielgruppe/zur Problemlösung passt.

Dafür gibt es viele Farbenkataloge und Websiten, die dir zeigen was die Farben aussprechen.

Weitere Infos:

Quick Tipp: Schaue für deine Marke im Markenkatalog nach, sodass du keine Farbe erwischt, die in der Branche bereits „reserviert“ ist. Könnte teuer werden.

2. „verspielt“ oder „streng“?

Wie ist deine Zielgruppe eingestellt?

Soll es eher seriös, also streng, oder eher verspielt für Start-Ups sein?

Studiere deine Zielgruppe!

Dafür kannst du dich in Nischen-Foren, anderen Artikeln oder auch auf der Straße umhören.

Frag beispielsweise deine Bekannten, woran sie denken, wenn sie das Thema XY hören.

Das bringt deutlich mehr als du denkst. Denn du bekommst andere Ansichten.

Diese Ansichten musst du dir immer während der Gespräche wegschreiben und an einer Stelle sammeln.

Gehe diese Liste hinterher durch – und du wirst merken: du kennst deine Zielgruppe 3x besser als zuvor.

3. Welches Ziel?

Welches Ziel hast du überhaupt mit deiner Marke?

Möchtest du dich als Guru vermarkten oder lieber exklusive Produkte verkaufen?

Oder ist es dir doch lieber in Mengen zu verkaufen, dir also eine „billige“ Marke aufzubauen?

Dir stehen alle Möglichkeiten offen, doch du musst dir im Voraus ein Ziel aussuchen.

Es ist nämlich kaum möglich, sich erst eine billige Marke aufzubauen und diese dann zur exklusiven Marke hochzupushen.

4. stimme alles aufeinander ab

Wenn du dir alle Details zu deiner Zielgruppe, deiner Markenfarbe, deiner Mentalität und deinem Ziel notiert hast, schau dir die Liste noch ein paar mal an.

Schlaf ein paar Nächte drüber und „erträume“ dir deine Marke. Stelle dir mehrere Situationen vor, in denen du dein Produkt, deine Dienstleistung oder auch deinen Auftritt verkaufen willst. Wie geht das mit deiner Zielgruppe am besten?

Wenn du diese Vorbereitungen dann getroffen hast, kannst du dich mit einem Designer absprechen. Dieser wird dir weitere Einsichten und Experten-Tipps geben. 🙂

Falls du diese Vorbereitungen noch nicht getroffen hast und dich dennoch mit einem Designer verabredet hast, ist es natürlich auch möglich ein gutes Corporate Design zu entwickeln. Dennoch wird das schwerer als du denkst. Denn dein Designer wird am Anfang natürlich andere Vorstellungen haben als du 🙂

Natürlich kannst du auch alles selbst designen, sofern du die nötigen Kenntnisse dafür hast.

Gibt es auch billige Designer?

Klar. Doch Leistung kostet Geld.

Ein guter Spruch der mir dazu einfällt:

„Können wir an dem Preis was regeln?“ – „Natürlich, aber dafür ändern wir dann die Leistung.“

Und dennoch kann man Glück haben und einen günstigen Designer finden.

Dafür sollte man seine Fühler nach Studenten, Auszubildenen oder auch nach pfiffigen Schülern ausstrecken.

Oft haben die schon ziemlich was auf dem Kasten und nehmen nicht so viel Geld, da sie selbst etwas davon haben. Ein Trinkgeld schadet den Jungunternehmern natürlich nicht. 🙂

Auch im Internet gibt es viele Plattformen, die beispielsweise Logos für $5 anbieten.

So unter anderem fiverr.com. Wenn man dort lange genug auf die Suche geht findet man einen vernünftigen Designer, der irgendwo auf der Welt seine (gute) Arbeit verrichtet.

Für $5 kommen da teilweise sehr gute Logos bei rum.

Ich habe den Test gewagt und für $10 2 Aufträge vergeben. Das Briefing muss natürlich gut und aussagekräftig sein.

Ein Briefing ist der Antrag an den Designer, sodass er weiß was man mit dem Logo bezwecken möchte.

Mit diesen 2 Aufträgen habe ich sogar 3 Logos erhalten. Aber schau sie dir mal selbst an:

1. Logo

akleineb-logo1-400x256

2. Logo

akleineb-logo2-400x103

3. Logo

akleineb-logo3-400x103

Ich muss sagen, dass ich die Logos gar nicht mal so schlecht finde. Für $10 auf jedenfall ein Schnäppchen.

Wichtiger ist dennoch, dass man seine Marke umsetzt. Sie muss zu einem passen. Und deswegen habe ich mit dem Input dieser Logos mein eigenes konstruiert und umgesetzt.

Denn man muss sich mit seiner Marke verbinden können.

Wie findet man seine Unternehmenssprache?

Indem man mit seiner Zielgruppe redet.

Die Unternehmenssprache ist für die Zielgruppe. Also muss sie auch mit der Sprache der Zielgruppe übereinstimmen.

Wie ich oben bereits erwähnt habe: schau dir im Internet passende Artikel, Foren und Fragestellungen an.

Wie redet deine Zielgruppe? Wie verhält sie sich? Wie geht sie mit anderen Leuten um?

Um deine perfekte Zielgruppe vor den Augen zu haben, musst du dir eine Person ausdenken!

Gib dieser Person einen Namen, ein Hobby, ein Alter, bestimme seine Tätigkeiten und kläre, wie du mit ihr reden kannst.

Wenn diese Person, die deiner Zielgruppe entspricht, beinahe menschlich ist, hast du es gut gemacht. Ansonsten musst du weiter an der Beschreibung dieser Person pfeilen.

Wenn die Beschreibung steht, schreibe jeden Artikel, jeden Werbespruch, jede Präsentation nur noch für diese Person.

So verlierst du den Fokus nicht!

Welche Vorteile bringt mir eine Corporate Identity?

Deine Marke bekommt Charakter.

Deine Zielgruppe wird das merken und sich somit mehr verbunden fühlen.

Verbunden bedeutet im nächsten Schritt wieder, dass sie Kaufbereiter ist. Und das ist natürlich das Ziel eines jeden Unternehmers. 🙂

Natürlich gehören nicht nur die Corporate Communication und das Corporate Design zur Corporate Identity.

Zur Corporate Identity gehört auch das Corporate Behaviour – das passiert aber meistens automatisch.

Wenn du erstmal die Unternehmenssprache und das Design gefunden hast, passen sich die Mitarbeiter und du selber meistens von selbst an.

Also überlege dir, wie du deine Corporate Identity für deine Marke und deine Firma perfekt umsetzen kannst.

 

1 thought on “Warum du unbedingt eine Corporate Identity brauchst

  1. Sehr schöne Zusammenfassung. Beschäftige mich auch mit Marken und wie sie entstehen. Es gibt etliche Weltunternehmen, die es gewagt haben ein Corporate-Redesign und sind gänzlich gescheitert. Natürlich überwiegen die guten Beispiele die gescheiterten.

    Der beste Brand entsteht aus dem inneren des Unternehmens. Wenn die Mitarbeiter die Philosophie nach draußen tragen. Grüße.

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